2017 – Pfalz

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Samstag, 12.08.2017

Die Reise in die Südpfalz. Unser Urlaub hat gerade erst angefangen und schon liegt ein sehr ereignisreicher Tag hinter uns. Inklusive Radeln war wirklich alles enthalten.

Morgens um 7 geht es für Manfred und mich los. Wir packen: Fahrräder, Radlklamotten, andere Klamotten, Butter, Marmelade, Nutella und all den Kram fürs Frühstück, Navigationskram, Kiste Wasser und Kiste Saft, alle möglichen Schuhe, Regenklamotten – nee, halt, die nicht – warme Jacke, Werkzeug, Luftpumpe usw. usw. Diesmal haben wir uns eine Ferienwohnung in der Südpfalz ausgesucht, nix Hotel. Wir müssen / wollen uns selber das Frühstück machen.

Das Auto ist schließlich bis unters Dach vollgeladen – aber es ist alles wichtige drin. Gegen halb 10 fahren wir los, um 12 wollen wir uns kurz vor Göcklingen zum Mittagessen mit Reinhold und Bernhard treffen.

Manfred und ich sind zu früh da, den befürchteten Stau um Heilbronn herum gab es nicht, so fahren wir schon mal vor nach Göcklingen, um zu gucken, wo dieses Ferienweingut so liegt. Wir fahren durch das malerische Weindorf und finden den Hof auch. Alles sehr eng, Tor ist zu … also gut denken wir – wir gucken mal, wie das von hinten aussieht. Wir fahren also durch enge Gassen irgendwie nach hinten, der Weg wird immer schlechter, schließlich hört die befestigte Oberfläche auf und wir stehen auf einem unbefestigten Erdweg, der vom Regen der vergangenen Tage komplett aufgeweicht ist. Manfred hofft nur noch, dass wir uns verfahren haben und ermahnt mich, langsam zu fahren, damit der Dreck nicht bis aufs Dach fliegt. Die Grundstücke, an denen wir vorbei fahren, stehen voll mit allem möglichen Kallabrich, alte Maschinen, Bretter, Plastiksäcke …. alles nicht so sehr einladend. Manfred stellt fest, dass er hier mit seinem frisch geputzten Rennrad auf gar keinen Fall durchfahren würde ….. Mir schwant, dass es diesmal eine rechte Herausforderung wird mit unserem Urlaub.

So treffen wir uns um 12 mit Reinhold und Bernhard im Restaurant Mühlengrund und nehmen ersten Kontakt mit regionalen Speisen auf. Wirklich sehr lecker alles. Der Herr Kellner ist überaus freundlich und sehr um uns bemüht, beim Rechnen offenbart er dann allerdings ein paar heftige Schwächen. Aber viel wichtiger ist, dass wir Bernhards Geburtstag wieder mal zusammen feiern können. Herzlichen Glückwunsch Bernhard!!!

So wird es 14 Uhr und wir fahren zu unserer Ferienwohnung. Voller Erwartung und in der Hoffnung, dass Manfred und ich uns vorher getäuscht haben, klingeln wir. Naja, was soll ich sagen … wir hatten uns nicht getäuscht und ich lebe seitdem in der Hoffnung, dass die Drei mir die Freundschaft nicht kündigen. Die freundliche kleine Dame führt uns über den Hof, durch einen Schuppen, der bis obenhin vollgestellt it, um ein dunkles Eck an einer Art Höhle vorbei, wo Tische und Stühle stehen. Dort könnten wir uns abends aufhalten. Wir gucken uns nur wortlos an. Dann ging es weiter in die dunkle Ecke, durch einen engen Durchgang, rechts eine dunkle, schmale Treppe nach oben. Mir wird immer schwummrig …. Hier kommen wir mit dem Rad nie durch. Oben geht es dann durch eine Glastür und wir stehen endlich vor der Ferienwohnung. Die mündet in einen kleinen Garten von dem man dann auf diesen aufgeweichten Erdweg – siehe oben – kommt. Kurz um – am Ende parken wir an diesem Weg und laden aus. Und das wird wohl künftig auch der Weg, wie wir von unserer Ferienwohnung weg kommen. Manfred und Reinhold geben grinsend zu Bedenken, dass man bei Nässe und wahrscheinlich auch in so einem Dreck nur den Reifendruck runter nehmen müsste, dann würde das ganz gut funktionieren.

Wir versuchen uns ein wenig einzugewöhnen, sitzen im Garten und futtern von Reinholds tollem Obst, was er mitgebracht hat. Mittlerweile ist es fast 16 Uhr und wir überlegen, was wir mit dem angebrochenen Tag noch machen. Reinhold ist ein wenig unruhig und bemerkt, dass wir uns noch ein wenig bewegen sollten. Manfred ist wenig begeistert und sucht nach Ausreden. Er würde sogar wandern …. Bernhard guckt ihn staunend an. Aber schließlich sind wir zum Radeln hier und das tun wir dann auch. Allerdings stellt just in diesem Moment Bernhard fest, dass er seine Radlschuhe zu Hause vergessen hat. Es bleibt ihm nix anderes übrig, er fährt nach Karlsruhe und kauft sich ein Paar Ersatzschuhe und wir sitzen ohne ihm auf dem Rad.

Endlich Radeln denke ich – aber das denke ich nicht lang. Die Umgebung hier ist leicht wellig …. Es gibt da ab und an ein paar Abschnitte, wo ich heilfroh über meine kleinen und kleinsten Gänge bin. Ich fürchte, in diesem Urlaub bekommen wir nicht sehr viele Kilometer, dafür jede Menge Höhenmeter.

Knapp über 21 km fahren wir nur, dafür gefühlte 800 Höhenmeter, einen Eindruck haben wir – aber es war trotzdem schön! Und als wir fertig sind mit duschen kommt auch Bernhard schon wieder um die Ecke. Wir wollen den Abend dann auf unserer Terrasse ausklingen lassen, Obst und Linzertorte steht auf dem Tisch. Aber Manfred besteht auf einem Wurschtsalat. So werden wir wohl noch mal losziehen müssen ….

 

Sonntag, 13.08.2017

Unsere erste etwas ernst zunehmendere Tour haben wir hinter uns: 79,6 km und 360 Höhenmeter. Wir waren heute in Frankreich!

Es ist Sonntag, so stehen wir nicht ganz so früh auf und treffen uns gegen halb 9 in der Küche zum Frühstück machen. Es läuft alles Hand in Hand. Es ist ja nun auch eine neue Erfahrung für uns. Das erste Mal wohnen wir nicht in einem Hotel sondern in unserer kleinen Bruchbudenferienwohnung und sind für so einige Dinge – wie z.B. Frühstück – selbst verantwortlich. Aber unser Kühlschrank ist bestens gefüllt mit allem, was wir so brauchen. Am Ende steht jedenfalls ein wirklich tolles Frühstück auf dem Tisch.

An dieser Stelle ein paar Worte zu unserer Unterkunft. Es ist eine echte Rumpelburg. Die Wohnung fügt sich nahtlos in das ziemlich verwahrloste Ambiente des Grundstücks ein. Manfred meint, hier müsste man mit Schraubenzieher und Hammer mal durchgehen. Egal, was man in die Hand nimmt, es wackelt irgendwie. Kein Wunder – sehr oft sind da, wo zwei Schrauben hin gehören, nur eine: am Handtuchhalter, am Kleiderhaken, an der Nachtischlampe usw. Und Manfred meint, neben Schraubenmangel gäbe es hier auch keine Wasserwaage, einschließlich der Wasserarmatur in der Dusche ist aber auch wirklich alles krumm an die Wand geschraubt worden. Naja, sagt Bernhard, wenn es regnet können wir ja in den Baumarkt und dann hier ein wenig nacharbeiten.

Aber zurück zur heutigen Radlrunde: erst um halb 11 ziehen wir los. Schließlich müssen wir ja die haushaltlichen Tätigkeiten beenden. Aber es ist nicht weiter schlimm, denn morgens hatte es noch ein wenig geregnet und es ist auch nicht so sehr warm. Dann wir ziehen los und fahren erst mal in Richtung Osten. Dort wird die Strecke wesentlich flacher und die welligen Abschnitte weniger. Als ich auf den Radweg fahre, ziehe ich mir Manfreds Zorn zu … ok ok, ich geh ja schon wieder auf die Straße. Es sei noch angemerkt, dass wir es noch ein paar mal probierten, auf den Radwegen zu fahren – aber: es geht einfach nicht: Einfahrten, Pfosten, unübersichtliche Kreuzungen, Absätze und noch so manches Hindernis machen es einem unmöglich, einigermaßen zügig diese Wege zu befahren.

Wie auch immer – irgendwann schaffen wir es und kommen in Weissenburg in Frankreich an, ein wirklich malerisches kleines Städtchen mit hübschen Häuserfassaden. Wir beschließen, hier Pause zu machen und suchen uns ein Restaurant fast direkt im Zentrum aus. Wir können draußen sitzen, die Räder immer im Blick. Ein freundlicher Franzose nimmt die Bestellung auf und wir relaxen. Der gewünschte Kuchen von Reinhold und mir kommt dann auch ganz schnell, der Grand Cafe au lait auch (der war allerdings alles andere als „grand“ oder heißt das nicht „groß“?). Nur das Rumpsteak von Bernhard und der Flammkuchen von Manfred lassen so richtig auf sich warten. Irgendwann nach etwa einer Stunde fragen wir dann doch mal nach – was nicht ganz so einfach ist, denn keiner von uns kann wirklich französisch. Aber es stellt sich schnell heraus, dass er uns schlicht vergessen hat. Auf jeden Fall dauert es jetzt nur noch wenige Minuten und auch die beiden bekommen endlich was zum Essen. Das Rumpsteak von Bernhard für 9.90 EUR bleibt uns dann auch noch lange in Erinnerung – so ein Riesenstück Fleisch hab ich noch nie als Rumpsteak gesehen. Am Ende sind wir noch mutig und bestellen für Manfred eine doppelten Espresso, zahlen schließlich und fahren weiter.

Wir wenden uns in Richtung Bienwald. An der Bienwaldmühle versuchen wir wieder nach Deutschland herüber zu kommen. Allerdings hat die geschlossen und die Tore hat man einfach zugesperrt, so dass keiner durchkommt. Bernhard findet jedoch unter Aufbringung allen Mutes – es könnte ja ein Hund ums Eck kommen … ein großer vielleicht sogar – einen Weg drum herum. Wir fahren weiter, direkt durch den Bienwald. Die Straßen sind dort kilometerlang schnurgerade und zuerst wirklich in gutem Zustand – aber das dauert nicht lang und wir sind wieder auf Holperpisten unterwegs. Reinhold guckt ganz enttäuscht. Damit es aber nicht so langweilig wird auf diesen langen Geraden, fängt es erst sachte, dann immer heftiger an zu regnen. Ich mache mir ein klein wenig Sorgen um meine Navigationstechnik und gebe Gas. Bernhard, der zu diesem Zeitpunkt vorne fährt, guckt ganz irritiert und fragt vorsichtig, ob er wieder zu langsam gefahren wäre. Doch im nächsten Ort angekommen ist der Regen weg und die Technik voll intakt. Wir legen alles wieder trocken und weiter geht’s.

Der weitere Weg ist dann etwas wellig, ständig rauf und dann wieder runter. Aber es ist gut machbar. Es folgt noch eine etwas enge Begegnung mit einem Bus, der in einem der kleinen Dörfer uns begegnet. Er kommt in einer Kurve bedächtig nah an uns Radler heran und wären wir nicht ganz schnell auf die Seiten gesprungen, wäre das für uns richtig blöd geworden. Nachdem er das Fenster weit offen hatte, wird er siche rgehört haben, was wir dazu zu sagen hatten.

In unserer Burg angekommen lassen wir uns auf unserer Terrasse nieder, im Kühlschrank steht ausreichend Weizenbier, auf dass sich Manfred und Bernhard schon lange freuen und Reinhold und ich nehmen mit einer Saftschorle vorlieb. Jetzt sind wir geduscht und erfrischt – und wie immer hungrig.

Abendessen sind wir dann anschließend im „Woidächl“ in Ranschbach. Pfälzer Speisen lassen wir uns schmecken, Reinhold greift zum Schweinerückensteak. Doch bald zieht es uns weiter, denn gegenüber hatten wir einen Hofladen gesehen und der hatte immer noch auf. So kamen wir zu einer älteren Dame in den Laden und hatten zunächst alle Mühe, sie zu verstehen. Sie sprach mit einem lachenden Gesicht im breitesten pfälzisch aber war furchtbar freundlich. Ich glaube, sie war extra wegen uns so lange im Hofladen geblieben und hat geahnt, dass wir noch vorbei kommen würden. Wir erstehen ein paar Flaschen Wein, Apfelsaft und zehn frische Eier für das Frühstück.

Den Abend lassen wir dann auf der Terrasse unserer kleinen Rumpelburg ausklingen, Wein, Bier, Saft, irgendwas Süßes – es geht uns richtig gut. Erst nach 23 Uhr gehen wir zu Bett und freuen uns auf den nächsten Tag.

Aber eins muss ich doch noch ganz kurz feststellen: unsere Truppe ist auch Ferienwohnungstauglich!

 

Montag, 14.08.2017

Ein erster kleiner Ausflug in die Berge ….. 62,7 km und 520 Höhenmeter

Halb neun ist nun unser neuer Treffpunkt zum Frühstücken. Reinhold war schon beim Bäcker und hat auch Salz mitgebracht, denn Spiegeleier ohne Salz ist ein wenig schwierig. Unser Frühstückstisch wird immer opulenter, wunderbar hergerichtet mit Saft, Wurst, Käse, Eier, frischen Brötchen, Kuchen, Marmelade, Nutella und überhaupt allem, was man so braucht beginnt unser Tag. Anschließend erledigen Reinhold und Bernhard die Küche und ich fege noch schnell durch. Manfred kümmert sich um die Räder, guckt nach Luft und Öl auf der Kette. Jetzt wird auch klar, wieso Bernhard abends noch nie einen Abdruck von der Kette auf der Wade hat, so wie Manfred und ich: das Ritzel war komplett trocken. Aber jetzt ist wieder alles gut geschmiert und gewartet.

Schon um kurz nach 10 ziehen wir heute los. Wir wenden uns erst ein kleines Stück in Richtung Süden, um dann direkt nach Westen in den Pfälzer Wald abzubiegen. Die Tour verspricht uns heute so einige Steigungen, insgesamt sieben Bergwertungen hat das Höhendiagramm ausgewiesen. Wir fahren eine wunderbare Straße, der Belag ist herrlich glatt und neu und es hat fast keine Schlaglöcher. Reinhold strahlt und meint überglücklich, dass wir die perfekte Route gefunden hätten.

Ich darf vorne weg fahren und halte mich stur an meine Pulsuhr. Ich lasse meinen Puls nicht über 160 klettern und schalte immer rechtzeitig herunter. Die drei Herren bleiben ebenso stur hinter mir und machen alles wortlos mit. Und nachdem von dort kein Protest kommt, habe ich keinen Grund etwas zu ändern. Unruhe kommt erst auf, als auf einmal plötzlich Bernhard nach vorne kommt und für mich in den Wind gehen will. Sein Ansinnen wird sofort von hinten mit den Worten „Du hälst aber auf jeden Fall den Rhythmus von Elke ein“ begleitet. Bernhard traut sich kaum vorne weg zu fahren.

Irgendwo unterwegs kommen wir dann an eine Baustelle, die geplante Route können wir nicht weiter fahren. Zuerst versuchen wir, durch die Baustelle zu fahren, aber ein Durchkommen ist unmöglich. So müssen wir wohl oder übel die ausgewiesene Umleitung fahren. Das ist in bergigem Terrain immer etwas schwierig, allzuoft überraschen heftige Anstiege. Und ganz genau so war es auch dieses Mal: kaum ums Eck herum geht es den Berg hoch wie am Dach! Manfred und Reinhold schalten schnell runter und radeln hoch – ich steige ab. Und Bernhard steigt auch ab – er hatte das kleine Ritzel vorne wohl nicht rechtzeitig gefunden. Hinterher erklärt er mit, er wäre nur aus Sympathie abgestiegen, damit ich nicht alleine laufen müsste. Aber es war echt nett, dass er mir Gesellschaft bei der kurzen steilen Wanderung leistete.

Etwas über 30 kam radeln wir fast stetig bergauf, immer nur kurz unterbrochen von kurzen schnellen Abfahrten. So hangeln wir uns von Bergwertung zu Bergwertung. In Hauenstein unterbrechen wir und suchen uns einen Bäcker. Zwetschgenkuchen, Kaffee und Apfelsaftschorle sollen uns weiterhelfen. Manfred erklärt mir, wie ich künftig die Berge hinunter zu fahren hätte. Er hätte keine Lust, sich ständig mit meinen Bremsbelägen herum zu ärgern und außerdem hätte er noch nie so viel gebremst, wie dieses mal. Ich könnte doch einfach oben angekommen noch zwei oder dreimal in die Pedale treten und es dann laufen lassen. Dabei guckt er mich sehr nachdrücklich an.

Als das dann klar war, fahren wir weiter. Es geht mehr oder weniger parallel der Bundesstraße ganz gemächlich den Berg hinunter. Ich freue mich auf eine gemütliche und ruhige Abfahrt – aber so mancher im Team sieht das anders und mindestens zwei der Herren hirschen mit Vollgas vorne weg. Nach Annweiler wird der Verkehr dann immer dichter – wir sind immer noch sehr zügig unterwegs. Kurz vor Landau biegen wir ab und suchen uns eine weniger befahrene Strecken. So erreichen wir kurz vor 15 Uhr schon wieder unsere Rumpelburg.

Die Tour war heute zwar nicht lang, aber wir hatten den ersten wärmeren Tag und überhaupt einige Höhenmeter. Ich bin nicht ganz unglücklich, dass wir nicht so lange unterwegs gewesen sind.

Bernhard und Manfred stärken sich dann mit Weizenbier, Reinhold bleibt beim Wasser und wir knupsern zusammen Studentenfutter. Gegen 17 Uhr fahren wir in Richtung Burg Landeck. Dort lassen wir uns nieder zum Essen und genießen bei einem wunderbaren Blick über die gesamte Rheinebene den Sommerabend.

 

Dienstag, 15.08.2017

Eine ebene Tour sollte es heute werden …. 77,7 km und 392 Höhenmeter und sehr viel Wind, gefühlt dauernd von vorne

Kaum hatten wir gestern früh vereinbart, das halb neun eine gute Zeit fürs Frühstück ist, treffen wir uns heute Morgen um acht. Aber es klappt trotzdem alles. So langsam spielt sich alles ein, jeder weiß, wo er hinlangen muss. Reinhold war beim Bäcker und hat schon eine Bauaufsichtsbesprechung mit unserem Vermieter hinter sich. Der baut nämlich direkt hinter seinem Haus eine neue große Halle für seinen Weinbaubetreib. Wir frühstücken feudal und ausgiebig wie jeden Morgen.

Schon gegen halb 10 geht es heute dann aufs Rad. Wir wollen in Richtung Lauterburg, denn es ist schlechtes Wetter angesagt und das soll vor allem im Norden von uns aus durchziehen. Wir hoffen also, dass wir wenn wir uns mehr im Süden aufhalten nichts davon abbekommen. Wir fahren erst mal ein wenig in Richtung Westen, biegen dann nach Süden ab. Aber alles was man hier in Nord-Süd-Richtung unterwegs ist, ist einfach Mist: ständig geht es gewaltätig rauf und runter. Die ersten 15 km kosten mich viel Kraft, denn auch der Wind kommt von vorne. Aber dann biegen wir wieder in diesen Bienwald ab – Kilometerlang es gerade aus, dann macht der Weg eine Mini-Biegung und es geht wieder nur gerade aus. Wir fahren ständig zwischen 28 und 30, Reinhold führt die Truppe an. Manfred freut sich – so kommen wir auch voran.

Endlich nach 42 km fangen die Herren an, nach einer Einkehrmöglichkeit für uns zu suchen. Aber in Neuburg, wo wir inzwischen angekommen sind, ist einfach nix los. Reinhold fährt jeweils bis an die Orstenden und sucht. Wir warten auf ihn. Auf einmal kommt er uns sehr zügig wieder entgegen und wir bekommen mit, wie er die vorbeiradelnde Dame einholt. Manfred staunt – jetzt spricht er schon fremde Frauen an. Aber das war genau richtig, denn die Dame wies uns den Weg zu einem Art Restaurant am Rheinufer. So kehren wir also in der Lautermuschel ein und sind grad froh, endlich was zum Essen zu bekommen. Pommes mit Schnitzel und Curry Wurst und Marmorkuchen helfen vor allem mir wieder auf die Beine. Die hohen Temperaturen strengen mich ziemlich an.

Wir dehnen die Pause ein wenig aus, denn in der Richtung, in der wir weiter fahren müssen, zieht es sich mächtig dunkel zusammen und Reinhold möchte auf keinen Fall nass werden Aber irgendwann geht es dann weiter, wir fahren durch Wörth, durch Kandel. Der Verkehr ist recht lebhaft und außerdem kommt der Wind schon wieder heftig von vorne und fast von vorne. Zum Glück fährt Reinhold vorne weg!

Manfred verbringt den Tag heute hinten am Ende im Fahrerfeld und hat alles fest unter Kontrolle. So fällt keiner zurück und sobald es vorne ein wenig stockt übernahm er blitzschnell die Führung und sorgte wieder für Schwung.

Kurz vor vier sind wir dann wieder zu Hause, Unwetter haben wir nur von weitem gesehen. Bernhard räumt in windeseile wunderbar kühle Getränke auf den Tisch, an dem wir uns alle rechtschaffen müde niederlassen.

 

Mittwoch, 16.08.2017

Heute ist Ruhetag – jede anständige Tour hat einen, unsere auch. Und es wird noch viel besser: wir fahren nach Hauenstein, DAS Schuhdorf in Deutschland, wie ich mittlerweile aus dem Internet erfahren habe.

Dennoch läuft morgens alles wie immer. Frühstück wieder im feudalen Stil, den wir mittlerweile gewohnt sind. Gegen 10 setzen wir uns ins Auto und fahren nach Hauenstein. Unglaublich, auf unserer ersten Tour durch den Pfälzer Wald sind wir fast an diesem Schuheinkaufszentrum vorbei gefahren und haben nicht gewusst, was es hier alles gibt. Dafür gucken wir es uns heute umso intensiver an. Reinhold setzt sich geduldig auf die Bank und wartet, Bernhard fotografiert alle Highheels in den Läden und Manfred und ich kaufen ein wenig ein.

Dann fahren wir weiter nach Hinterweidenthal und machen zu Füssen des Teufelstisches eine Mittagspause. Spaghetti, Wurschtsalat und Kuchen stehen auf dem Tisch, dazu trinken Reinhold und ich eine Biominzschorle …..

Von da aus machen wir eine kleine Rundfahrt durch den Pfälzer Wald, fahren einfach in Richtung Süden bis nach Frankreich und irgendwie wieder zurück. Dabei stellen wir fest, dass diese Täler hier eigentlich herrlich mit dem Rad zu fahren sein müssten:  wenig heftige Steigungen und romantische Täler. Auf Burg Berwartstein gibt es dann noch mal Kaffee und Kuchen. So ein Tag macht unglaublich müde und faul.

Am Abend sitzen wir dann ganz gemütlich in Heuchelheim in einer Straußenwirtschaft bei tollem Wein und einem zünftigen Vesper. Wir beschließen kurzerhand, eine weitere Tour durch den Pfälzer Wald zu machen, diese Täler wollen wir alle noch mal sehen.

Jetzt sind wir wieder in unserer Rumpelburg, lassen den Abend ausklingen und freuen uns auf die Tour morgen.

 

Donnerstag, 17.08.2017

Königsetappe – kreuz und quer durch den Südpfälzer Wald – 95,8 km und 652 Höhenmeter.

Es war einfach richtig gut heute!!! Der Ruhetag gestern hat uns sehr gut getan, ausgeruht und fit gehen wir die Sache heute an.

Zum Frühstück muss ich glaub ich nichts mehr sagen – wir sind ein eingespieltes Team, alles klappt reibungslos. Gegen 09:30 Uhr sitzen wir auf dem Rad: wir fahren direkt in den Wald. Mittlerweile haben wir auch ein wenig besser das System der Radwege hier kapiert: in den Reben vor dem Pfälzer Wald bestehen sie überwiegend aus Betonplatten, die Fugen dazwischen sorgen für mehr oder weniger harte Schläge auf dem Rennrad und das macht wenig Spaß. Aber die Radwege im Pfälzer Wald sind genial: meistens frisch geteert und die Streckenführung geht auch einigermaßen.

Wir fahren also über Klingenmünster hoch, dann weiter Richtung Erlenbach, Dahn und Hinterweidenthal. Bis dahin haben wir schon mehr als die Hälfte der Höhenmeter hinter uns gebracht und sind durch wirklich schöne Täler und Dörfer geradelt. Am Fuße des Teufelstisch machen wir wie schon gestern Mittag wieder Pause und stärken uns. Von dort aus geht es weiter in Richtung Hauenstein. Allerdings ist auf der Karte in diesem Tal nur die B10 und eine Bahnlinie eingezeichnet, einen Radweg suchen wir auf der Karte vergeblich. Aber es gibt ihn doch, wir finden das Schild und fahren mutig diesem nach. Falls wir auf einem Waldweg landen würden, würden wir einfach umdrehen. Aber dem war nicht so – ganz im Gegenteil: ein wunderbar frisch geteerter Radweg erscheint vor uns und bringt uns auf mehr oder weniger verschlungenen Pfaden abseits der Bundesstraße bis Hauenstein.

Diesmal fahren wir an all diesen Schuhgeschäften einfach vorbei, weiter durch das Tal der B10, wie bei unserer ersten Runde an den Wasserbüffeln vorbei bis kurz vor Annweiler. Dort biegen wir wieder rechts ab in den Wald, Richtung Lug und Schwanheim. Wir fahren wirklich wunderbare Straßen durch den Wald mit wenig Verkehr, einmal müssen wir zur Umgehung einer Baustelle auf einen der Radwege ausweichen. Die Fahrt verläuft ruhig und wir fahren schön in der Gruppe, keine Ausreißer. Ich achte auf meinen Puls und halte ihn an jeder Steigung schön unter dem Deckel von 160.
So nehmen wir eine Bergwertung nach der nächsten und sammeln fleißig Höhenmeter. Auch die letzte Steigung verläuft nach diesem Muster – allerdings macht sich die Nervösität vor der kommenden fast 10 km langen Abfahrt doch ein wenig bemerkbar. Jeder freut sich auf diese Strecke, sind wir doch den ganzen Tag nur von Steigung zu Steigung geradelt.

Reinhold gibt schon mal ein wenig Druck aufs Pedal und erreicht als erster die letzte Kuppe. Dort wartet er noch kurz auf uns und dann bei Kilometer 75,5 beginnt die Hatz. Die Straße liegt vor uns und weist ein leichtes Gefälle auf, der Wind kommt von hinten und los geht’s. Manfred eröffnet das Rennen, ruft nur noch „Kette rechts“ und jeder weiß, jetzt heißt es Gas geben. Zuerst jagt Bernhard an mir vorbei – er meinte später strahlend, er hätte seinen 20igsten Gang endlich gefunden. Dann folgt Manfred auf den Fuß und am Ende Reinhold – und ich wieder die letzte … das kann ja nicht sein. So lege auch ich noch mal ne Schippe mehr drauf und mit deutlich über 50 km/h fegen wir gemeinsam dem Tal entgegen. Ich düse an den Männern vorbei – allerdings gibt Manfred auch noch mal Gas und ich verliere den Sprint am Ortsschild doch noch – aber es war verdammt knapp!!!

Endlich unten angekommen meint Reinhold, er hätte den ganzen Tag nicht so viele Körnchen verbraucht, wie eben auf dieser Abfahrt. Mir geht es genauso und ich glaube Manfred und Bernhard haben auch ein bisschen Kraft gebraucht.

Fröhlich und ein bisschen kaputt kommen wir an unserer Rumpelburg an und es gibt das obligatorische DAB – wobei Reinhold und ich wie immer beim Apfelschorle bleiben. Den Abend werden wir heute hier im Dorf in einer Bierbrauer-Gaststätte ausklingen lassen. Wir haben sogar einen Tisch bestellt.

Und morgen? Da kommt schon wieder die letzte Tour unserer Radlwoche – verrückt, wie die Zeit rennt. Jetzt haltet uns nur alle die Daumen, dass sich das Wetter noch ein klein wenig hält!

 

Freitag, 18.08.2017

Noch eine Königsetappe: Kalmit, der höchste Berg der Pfalz mit 673 m ü NN! 76,7 km und 911 Höhenmeter. Der Tag hatte es so richtig in sich!

Alles begann mit dem Frühstück – alles wie immer … fast: Reinhold bringt außer der Reihe und ohne Auftrag Schokocroissant mit, sie hätten ihn so angelacht. Wir lassen uns also nicht lange bitten und greifen gerne zu. Aber alles andere geht seinen gewohnten Gang weiter. Bis zu dem Zeitpunkt, als Manfred die technische Kontrolle durchführt und an seinem Vorderreifen einen kleinen Schnitt im Mantel entdeckt. Nachdem wir heute aber richtig klettern wollen und dementsprechend danach eine zügige Abfahrt zu erwarten ist, entscheiden wir uns, den Reifen zu wechseln. In Windeseile wird der Tisch zur Werkstatt, Manfred holt die Fahrradwerkzeugkiste. Alle packen an, so dauert es nicht lang und der Reifen ist gewechselt.

So fahren wir dann aber doch um kurz vor zehn los in Richtung Norden. Der Plan ist, bis gegen 15 Uhr spätestens wieder zu Hause zu sein, denn es kündigt sich Regen an. Das schaffen wir, denken wir, denn bis zur Kalmit sind es von uns aus nur rund 25 km. Doch kaum los gefahren, bemerke ich, dass ausgerechnet jetzt an meinem Tacho die Batterie leer ist und er mir nichts mehr anzeigt. Geschwindigkeit wäre nicht ganz so wichtig – aber der Puls. Denn bei den Höhenmetern, die wir heute vor haben, brauche ich den dringend. Wir fahren aber trotzdem weiter. Manfred meint, wir finden vielleicht unterwegs noch einen entsprechenden Laden, wo wir so eine Knopfzelle bekommen.

So radeln wir durch dicken Verkehr am Rande von Landau – es macht nicht viel Spaß. Aber ich finde einen Art Edeka und zumindest bei uns gibt es dort auch Knopfzellen. Ich verschwinde dort hinein und gerate an eine unglaublich nette Kassiererin, die aber auch alles absucht, um für mich die richtige Knopfzelle aufzutreiben. Aber es hilft nichts- die richtige Größe ist nicht dabei. Dafür beschreibt sie mir, wo ich im benachbarten Edenkoben vielleicht doch noch eine finde. Wir fahren weiter und erreichen den von der netten Dame beschriebenen Laden. Doch auch die haben zwar viele Knopfzellen, aber die, die ich brauche natürlich nicht. Auf Verdacht nehme ich dennoch eine etwas kleinere mit und hoffe, dass es trotzdem irgendwie klappt. Aber es stellt sich heraus, dass die Batterie deutlich zu flach ist. Da hat Reinhold eine Idee und meint, wir packen da einfach noch eine 1-Cent-Münze mit dazu. Gesagt, getan – dann banges Warten, ob sich der Tacho anschalten lässt. Was soll ich sagen: er ließ sich anschalten und funktionierte perfekt! Jetzt stand auch meinem Anstieg auf die Kalmit nichts mehr entgegen. Ach ja – und auch wenn Reinhold meinte, ich könnte ja dann zu Hause die richtige Batterie kaufen – wozu? Es tut alles wunderbar.

Wir erreichen schließlich Maikammer. Der Verkehr ist immer noch sehr stark, wir radeln durch den kleinen Ort. Am Ortsausgang nehmen wir dann Kurs auf den Anstieg zur Kalmit. Denn genau dort am Ortsausgang gibt es auf etwa 200 m ü NN einen sogenannten Stop-O-Mat: Dort kann man unten eine Karte mit Datums- und vor allem Zeitstempel ziehen und los geht’s. Oben gibt es das gleiche – man steckt die Karte wieder dort hinein und hat es schriftlich, wie lange man gebraucht hat. Aber dieser Stop-O-Mat war nicht in Betrieb und die Enttäuschung groß. Trotzdem – ein Teil der Truppe will da hoch ….

Also das heißt – für Bernhard und Reinhold war klar, dass sie dort hoch fahren würden. Manfred war ein wenig unschlüssig und ich hatte großen Respekt vor dieser sehr langen Steigung, die noch dazu recht steil ist. Reinhold und Bernhard waren aber dann recht schnellt verschwunden und Manfred und ich machen uns ein wenig unentschlossen auch auf den Weg. Manfred war auch recht schnell mir schon weit voraus und ich tastete mich langsam in die Steigung. Der Wind kam von vorne, die Sonne brannte so richtig herunter, die Strecke wurde steiler und ich schaltete stetig weiter die Gänge nach unten bis … ja bis der Moment kam, dass es da unten keinen Gang mehr gab. Da hatte ich immer noch das Gefühl, dass mir da unten noch mindestens einer ganz gut getan hätte. Ich versuchte dennoch, meinen Rhythmus zu finden. Manfred wartete auf mich und wir machten kurze Rast um zu beratschlagen, was wir eigentlich dort oben wollten. Aber ein klein wenig wollten wir es noch probieren. So nahmen wir die erste Haarnadelkurve und kamen an dem Schild 300 m ü NN vorbei …. Und weiter gings.

Mein Puls pendelte sich so bei 165 ein und es war unglaublich mühsam weil steil. Manfred wartete wieder an der nächsten Ecke auf mich und ein weiteres Mal überlegten wir, ob wir nicht doch lieber umkehren wollten. Ach, ein bisschen noch beschlossen wir…. Ist grad ein bisschen flacher. Also fuhren wir weiter, kamen am Schild 400 m ü NN vorbei, dann das Schild 500 m ü NN – und dann war allerdings auch für uns klar: jetzt fahren wir da hoch. Die beiden anderen würden bestimmt schon nicht mehr mit uns rechnen – aber das wollten wir ihnen und uns dann doch zeigen. Weiter und weiter radelten wir also bergauf und tatsächlich: wir sind oben auf 673 m ü NN angekommen. Reinhold und Bernhard kamen uns kurz vor dem Gipfel schon wieder entgegen, sie hatten schon genug gesehen – aber sie mussten noch mal umdrehen, denn für Manfred und mich war klar, dass wir diesen Ausblick nun auch sehen wollten.

Bernhard und Reinhold drehten also um und so sitzen wir am Ende doch gemeinsam oben und trinken Apfelsaftschorle und Weizenbier. Reinhold freut sich, dass er sich verrechnet hat und wir doch ganz hoch gefahren sind. Und Manfred und ich freuen uns auch, dass wir diverse Schweinehunde überwunden haben. Das uns kurz vor dem Ziel noch einer auf nem orange-grünen Klapprad überholt hat, haben wir dann bewusst negiert. Bleibt eigentlich nur noch zu erwähnen, wie die Zeiten für die Bergfahrt waren: Bernhard 29 Minuten,  Reinhold 34 Minuten und Manfred und ich haben es in 45 Minuten gepackt.

Wir lassen uns allerdings dort oben nicht viel Zeit, denn es soll noch regnen und ich möchte auf jeden Fall vermeiden, im Regen dort oben herunter fahren zu müssen. Und dann hat Reinhold kurz bevor wir zur Abfahrt ansetzen einen Platten im Vorderrad – also heißt es erst mal Schlauch wechseln. Mit vereinten Kräften geht das aber unglaublich schnell und wir düsen los. Ich fahre als erste, doch es dauert nicht lang, da jagen die drei Herren mit Schwung an mir vorbei. Mir fehlt einfach der Mut, es so frei laufen zu lassen und so bremse ich immer wieder, was mich aber auch sehr anstrengt.

Endlich unten angekommen nehmen wir sofort Kurs auf das Rheintal. Wir wollen für die Rückfahrt auf jeden Fall raus aus der Hügelzone – Hügel hatte ich heute bis zu dem Zeitpunkt wirklich schon genug. Und außerdem hofften wir auf etwas weniger Verkehr. Beides stellte sich so nicht ganz heraus: hügelig war es auch dort und der Verkehr war nur wenig schwächer. So arbeiten wir uns aber wieder in Richtung Süden. Der Wind kommt stramm von vorne und es strengt unglaublich an.

Dann biegen wir irgendwann nach Westen ab, wir versuchen es mit Radwegen, um nur den Verkehr los zu werden. Die Wolken um uns herum werden immer dichter und dunkler und jeder hofft, nicht auch noch nass zu werden. Der Wind wird immer stärker, er pustet heftig in Böen uns vor allem von vorne an und macht das Fortkommen noch anstrengender. Nach den Höhenmeter ist es ein richtiger Kampf, voran zu kommen. Wir fahren eng beieinander so schnell wie es eben geht zügig weiter – jeder hat zu kämpfen.

Kurz vor unserem Domizil fahren wir dann noch über einen Höhenradweg – nur nicht mehr ins Tal und wieder eine Steigung nach oben fahren müssen. Dafür bläst es uns fast vom Rad, wir kommen nur noch mit viel Mühe vorwärts. Wir radeln durch Weinberge und kommen am Ende ziemlich genau dort heraus, wo es zu unserer Ferienwohnung geht.

Jeder ist erleichtert, die letzten Meter sind dann schnell zurück gelegt. Bernhard räumt gleich wieder in Windeseile alles Mögliche zum Trinken auf den Tisch und wir lassen uns erschöpft nieder. Und just in diesem Moment beginnt es zu regnen …..

So war unsere letzte Tour auch die anstrengendste – auch Reinhold und Bernhard haben ein paar Körnchen lassen müssen. Erst die ungewohnt steile Steigung und dann dieser heftige Wind …. Manfred ist super gefahren und er bemerkt noch, dass er gestaunt hat, wo ich die ganzen Körnchen heute her geholt habe. Aber alle sind wir müde – und zufrieden über die heutige Tour.

Den Abend lassen wir in der Straußenwirtschaft in Heuchelheim ausklingen – Riesling, Weinschorle und wie immer Apfelschorle stehen auf dem Tisch und gleich gibt es zum Abschluss noch mal ein paar Pfälzer Spezialitäten.

 

Eine wunderbare Radlwoche liegt hinter uns. Wir haben uns täglich gesteigert – und eigentlich sollten wir jetzt noch eine Woche anhängen. Unsere Gruppe hat wieder wunderbar harmoniert, jeder hat wie immer für jeden und zu jederzeit Verantwortung getragen, das Team hat wieder hervorragend funktioniert. Ganz lieben Dank an Euch – und danke für die tollen, ereignisreichen Tage! Ich freue mich jetzt schon wieder auf weitere Radlrunden.